Alte Tierrassen wie Schafe, Schweine, Pferde, Kühe und Hühner

Projektleiter Wolfram Rittker

Was ist Selbstversorgung?

Da ich der Projektleiter dieses Projektes bin, möchte ich hiermit unsere Hauptanliegen innerhalb dieses Themas einmal kurz darstellen.

Selbstversorgung ist eines der zentralsten Themen unseres Gesamtkonzeptes und umfaßt 3 Hauptbereiche.


Der erste Bereich ist der der gesunden Ernährung. Dieser greift stark in das Gesundheitsprojekt ein, da gerade durch falsche Ernährung ein Großteil der heutigen sog. Ernährungskrankheiten entstehen. Wir sind der Auffassung, daß durch das Zusammenspiel von Rohkost, Vollkornbrot und frischen Vollkornmahlzeiten viele dieser Krankheiten vermieden werden können.
Die Mehrzahl aller Lebensmittel werden maschinell hergestellt. Dabei durchlaufen sie unterschiedliche Stadien der Konservierung. Den konservierten Nahrungsmitteln ist gemeinsam, daß durch das Erhitzen fast alle Nährstoffe abgetötet sind. Durch den Zusatz von Konservierungsmitteln werden wir zudem nachhaltig mit Schadstoffen belastet.
Wir setzen uns konsequent für eine, auf natürlichen Grundlagen aufgebaute Ernährungsweise, ohne Schadstoffe und ohne chemische Düngung. ein. Wenn wir also unser eigenes Getreide, Obst, Gemüse anbauen und selber Tiere halten, dann sind wir Selbstversorger.

Der zweite Bereich der Selbstversorgung ist der, der umfassenden Eigenversorgung mit allen Dingen des täglichen Bedarfs. Wir wollen durch die Erstellung aller zum Leben notwendigen Dinge wieder zur Ursprünglichkeit des Lebens vorstoßen. Gerade durch die Zeit, die es braucht z.B. einen Stuhl herzustellen, lernen wir Dinge wieder schätzen und erhöhen damit unser Maß an Lebensqualität und Lebensfreude. Wir wollen alle, fast ausgestorbenen Handwerksberufe in unseren Dörfern wieder zum Leben erwecken, sei es der Stellmacher, der Zimmermann, der Korbflechter, der Färber und Gerber, der Reet- und Strohdachdecker usw. Es wird also ein fröhliches Schmieden, Hämmern, Spinnen usw. zu hören sein.

Der dritte Bereich der Selbstversorgung ist der des Tauschens und der eigenen Währung. So wollen wir im Dorf eine eigene Währung aufbauen, die gedeckt wird durch den adäquaten Wert in Gold, der außerhalb des Dorfes verwahrt wird. Jeder im Dorf hat also die Möglichkeit, sich Rücklagen zu bilden, die jederzeit kompatibel nach außen sind. Rückgrat dieser Währung ist die Schaffenskraft der Dorfmitglieder. Ziel soll es sein, alle Dinge des täglichen Bedarfs durch gemeinschaftliches Erstellen und Tauschens nutzen zu können.

Dieses Dorf wurde aus der Suche nach einem vollkommenen und wahren Leben geboren. Wir machen ernst mit dem Ausstieg aus der Knechtschaft der Industrien und Fabriken mit ihrer Hetze, ihrem ungesunden Essen und dem immer sinnloseren Hinterherjagen nach immer schneller wieder verfallenden Konsumgütern. Einmal eine Ware gekauft, macht sie nach dem Kauf doch nur wieder unzufrieden und versperrt den wahren Blick auf unser persönliches Lebensziel. Unser Dorf für Selbstversorger wurde auf der Suche nach Vollkommenheit gegründet.

Wolfram Rittker